Welche Kosten entstehen durch die geplante Vollsperrung der B19-Kocherbrücke bei Untermünkheim im Jahr 2027? Und welchen wirtschaftlichen Nutzen könnten Maßnahmen zur Entlastung haben? Mein Policy Brief richtet sich mit diesen Fragen an die lokale Politik, Verwaltung und Bevölkerung.

Bei einer sechsmonatigen Vollsperrung liegen die direkten Mobilitätskosten in den untersuchten Szenarien zwischen 1,6 und 4,9 Millionen Euro. Das zentrale Szenario ergibt 2,3 Millionen Euro in Preisen von 2026. Eine Maßnahme, die während der gesamten Sperrung die Hälfte dieser Belastung vermeidet, hätte im zentralen Szenario einen Nutzen von rund 1,16 Millionen Euro, vor Abzug ihrer eigenen Kosten. Dieser Betrag bietet einen wirtschaftlichen Maßstab für den Vergleich von Entlastungsmaßnahmen. Ihre technische Machbarkeit muss gesondert geprüft werden.

Die Rechnung beruht auf offengelegten Annahmen und erfasst zusätzliche Fahrzeit, Fahrzeugbetrieb sowie den bewerteten Nutzenverlust durch angenommene entfallene Fahrten. Stau, unzuverlässige Reisezeiten, Unfälle, Umweltfolgen, Straßenverschleiß, Auswirkungen auf Krankenhaus und Rettungsdienst sowie Schäden für örtliche Betriebe sind nicht eingerechnet. Die Zahlen beschreiben damit einen Teil der möglichen Belastung. Sie sind weder eine Prognose des Gesamtschadens noch eine Rechnung an den Landkreis.

Policy Brief „B19-Kocherbrücke 2027“ lesen (PDF)